
Auf der Produktionslinie stellen sich die IG-Einheiten in der Versiegelungsstelle an. Unregelmäßige Temperaturen? Dann wird ein primäres Versiegelungsmaterial verwendet, das in bestimmten Bereichen aushärtet – einige Bereiche bleiben klebrig, andere hingegen werden zu stark erhitzt. Das ist keine Verschwendung, sondern bedeutet zusätzliche Bearbeitungen und Verzögerungen in der Produktion. Wir haben unsere Heizmodule so konzipiert, dass diese Unregelmäßigkeiten bereits in der ersten Bearbeitung beseitigt werden.
Was wirklich wichtig ist: Wir nutzen Kurzwellen-Infrarotstrahlung mit Quarzemittlern – schnellere, gezielte Energie, die die Oberfläche des Versiegelungsmaterials erreicht, ohne die Ränder der Zwischenräume zu beeinträchtigen. Die Leistungsdichte wird an die Produktionsgeschwindigkeit angepasst, typischerweise zwischen 20–60 kW/m². Dadurch bleibt die Temperatur des Glases konstant. Das System sorgt dafür, dass über die gesamte Fläche eine konstante Temperatur herrscht, wodurch die Exotherme Kontrolle bleibt und eine gleichmäßige Haftung des Versiegelungsmaterials gewährleistet wird. Die Steuerung erfolgt über PID-Regelung; sobald die gewünschte Temperatur erreicht ist, bleibt die Stabilität bei ±2 %. Bei Wartungsarbeiten sind die austauschbaren Elemente sowie die standardisierte Befestigung dafür verantwortlich, dass die Arbeiten in nur 15 Minuten erledigt werden können – ohne dass die Produktionslinie stillgelegt werden muss.
Warum das bei der IG-Versiegelung wichtig ist: Es handelt sich um einen thermischen Prozess – die Chemie des Versiegelungsmaterials toleriert keine ungenauen Temperaturen. Zu wenig Energie führt dazu, dass das Versiegelungsmaterial nicht richtig aushärtet. Zu viel Energie wiederum kann dazu führen, dass das Trockenmittel vorzeitig aktiviert wird, was die Haftung schwächt.
Unsere SWIR-Module sorgen dafür, dass über die gesamte Fläche eine konstante Temperatur herrscht – dadurch wird jede Charge optimal versiegelt. Dadurch werden weniger Produkte wegen Blasen, Hohlräumen oder Haftproblemen abgelehnt. Zudem arbeitet der Ofen oder die Heizzone mit der von ihm vorgesehenen Geschwindigkeit. Der Energieverbrauch sinkt, da die Energie genau dorthin geleitet wird, wo sie benötigt wird. Zudem verkürzt sich die Zeit, die das Material zur Aushärtung benötigt, ohne dass die Qualität leidet.
Ein paar Dinge, die man beachten sollte: Das Modul funktioniert mit den meisten IG-Produktionslinien – doch das Design des Rahmens, die Geometrie der Reflektoren sowie die Luftzirkulation um die Versiegelungsstelle müssen zum Layout der Emittoren passen. Schatten durch nicht richtig positionierte Elemente können zu kalten Stellen führen – daher empfehlen wir nach der Installation eine schnelle thermische Überprüfung, um die Konstanz der Temperatur zu überprüfen.
Wenn Lacke oder Low-E-Schichten vorhanden sind, ändert sich die Strahlungsleistung – daher muss die Einstellung etwas angepasst werden, damit das Versiegelungsmaterial weiterhin gleichmäßig reagiert. Planen Sie die Ausrichtung der Elemente sorgfältig – dann funktioniert das Modul wie vorgesehen.